Um den Gaswechsel ohne eine zusätzliche Kurbelumdrehung zu erreichen, werden beim Zweitakt- verfahren die Gase am Ende der Expansion und zu Beginn des Kompressionshubs getauscht. Zur Steuerung der Ein- und Auslaßzeitpunkte wird der Kolben verwendet, indem dieser im Bereich des unteren Totpunkts die im Zylindergehäuse angeordneten Ein- und Auslaßschlitze überfährt. Dies bedingt allerdings symmetrische Steuerzeiten mit dem Problem der Kurzschlußspülung. Außerdem können 15...25% des Kolbenhubs nicht zur Arbeitsgewinnung genutzt werden, da nur das Füllungsvolumen und nicht das Hubvolumen Arbeit leisten kann. Da ein separater Ansaug- bzw. Ausschubhub fehlt, muß der Zylinder mit Überdruck befüllt bzw. gespült werden. Dazu werden Spülpumpen verwendet. Bei einer besonders einfachen und sehr häufig verwendeten Ausführung wird die Kolbenunterseite in Verbindung mit einem hinsichtlich Schadvolumen minimierten Kurbelgehäuse als Spülpumpe verwendet.
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Höherer Kraftstoffverbrauch, höhere HC-Emission (problematische Zylinderspülung), geringere Mitteldrücke (schlechtere Zylinderfüllung), höhere Wärmebelastung (fehlender Gaswechseltakt), schlechtes Leerlaufverhalten (hoher Restgasanteil).
Einfacher Motorbau, geringes Gewicht, niedrige Herstellungskosten, günstigeres Drehkraftdiagramm.
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