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...dokumentiert von Holger Hier möchte ich meinen Wartburg 311 Camping, Baujahr 1963 vorstellen. Ich besitze ihn seit Juli 1996. Verkauft hat ihn mir ein alter Mann aus Südthüringen. Kaufpreis sage und schreibe 200 DM. Der 311er war bei ihm im Garten auf Eisenbahnbohlen aufgebockt und mit einer W50-Plane abgedeckt. Der alte Mann sagte zu mir: "Wenn Du die Plane runterzerrst, musst Du das Auto auch mitnehmen, egal wie es aussieht!" Darauf ging ich in meinem jugendlichen Leichtsinn ein. Was mich unter dieser Plane erwartete brachte mich fast zum heulen. Nur Dreck!!! |
Von meiner Freundin Anett erntete ich sofort bitterböse Blicke, weil die 200 DM, die ich gerade zum Fenster rausschmeissen musste von unserer Urlaubskasse abgingen. Da dieser Schrotthaufen 4 Jahre unter dieser Plane stand, war an Lauffähigkeit gar nicht zu denken. Also schleppten wir den Wartburg an die Hohenwarte-Talsperre, auf einen Zeltplatz, um wenigstens den Dreck mal abzukratzen (wahlweise kam auch Wasser zum Einsatz). Was wir dann zu sehen bekamen hatten wir wirklich nicht erwartet. Der 311er glänzte und funkelte, wie man es hier auf den Bildern sehen kann. |
Wir zerlegten noch den Vergaser, um ihn zu reinigen, dann schleppten wir den Wartburg an, und er lief fast anstandslos mit eigener Kraft bis nach Ilmenau. Da stand er 6 Jahre in meiner Garage. Seit 2002 bin ich Schritt für Schritt dabei, das Auto in unserer neuen Erfurter Werkstatt in einen pfleglichen Zustand zu verwandeln, weil während der Zeit in Ilmenau Dreck und Feuchtigkeit ihren Dienst getan haben. Nun steht er aber trocken und der nächste Sommer kommt bestimmt. Das schöne ist, dass der alte Mann mir von Zeit zu Zeit immer noch mal Ersatzteile zukommen liess, die er noch in der Garage, im Keller und auf dem Dachboden fand. Und das alles für 200 DM... . Achja...und Anett hat ihn jetzt auch lieb (ich meine den 311er, nicht den alten Mann).
Wenn ihr mehr Bilder zu diesem Wartburg sehen wollt, schaut in die Wartburg-Galerie. |
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